Über uns


Ich heisse Romina Müller und bin Bekleidungsgestalterin mit eidgenössischem Fachausweis. Nach meiner Ausbildung an der Schlossbergschule Spiez,

heute Nähwerk IDM, mit lehrbegleitender BMS in Bern, habe ich ohne Unterbruch eine Teilzeitausbildung zur Trachtenschneiderin absolviert. Nebenbei war ich, während knapp eineinhalb Jahren in der Autosattlerei Bühler in Thun, als Mitarbeiterin technische Konfektion tätig. Von Oktober 2015 bis Oktober 2017 besuchte ich blockweise den Vorkurs auf die eidgenössische Berufsprüfung an der Modeschule Gewerbe & Design in Worb, Schweizerischer Modegewerbeverband SMGV. Anfang November bestritt ich erfolgreich die eidgenössische Berufsprüfung. Im Frühjahr 2018 besuchte ich den Berufsbildnerkurs an der Wirtschaftsschule Thun.

Seit meiner Lehrzeit habe ich mir einen eigenen Kundenkreis aufgebaut, so, dass ich heute zu 100 Stellenprozenten in meinem eigenen Atelier arbeiten kann. Anfang 2019 absolvierte ich einen Dessous-Kurs an der Dessous Akademie Ginsheim DE. Am QV (Qualifikationsverfahren, früher Lehrabschlussprüfung) 2019 werde ich erstmals als Prüfungsexpertin tätig sein. 

 

Mein Kleinbetrieb trägt den Namen „Dorfschneiderei" und befindet sich im Gemeindehaus in Blumenstein. Zu unseren Tätigkeiten gehören sämtliche Näharbeiten an Kleidungsstücken, wie Reparaturen, Änderungen und Neuanfertigungen. Für Hobbynäherinnen stellen wir Schnittmuster her, verkaufen Stoffe und Mercerieartikel und führen Nähkurse durch.

Seit Sommer 2015 dürfen wir alles rund um die Berner Trachten zu unseren Aufgabenbereichen zählen. Ausserdem führen wir kleinere Sattlerarbeiten, wie zum Beispiel Handtaschen-, Planen- oder kleinere Sitzreparaturen, durch.

 

Anfang des Jahres 2016 begann mein Einzelunternehmen zu wachsen.

 

Momentan arbeiten wir im nachfolgend aufgelisteten Team:

 

- B. Widmer, Bekleidungsgestalterin EFZ, hauptsächlich Heimarbeit, seit Februar 2016

 

- M. Straubhaar, Asstistenz bei Vereinsaufträgen, sporadisch, seit Februar 2016

 

- St. Wenger, Ferienaushilfe, Bekleidungsgestalterin EFZ in Ausbildung (3. Lj.), seit August 2016

  (November 2015 - Juli 2016 Wochenplatz, Mittwochnachmittag)

 

 

- E. Winkler, Administration, seit Januar 2018

 

- P. Plüss, Bekleidungsgestalterin EFZ in  Ausbildung, seit August 2018

  (Mai - Juli 2018 Flex 9-Praktikantin, OSZ Wattenwil, Montagvormittag)

 

- C. Ems, Wochenplatz, Mittwochnachmittag, seit November 2018

 

- M. Bachmann, Flex 9-Praktikantin, Schule Seftigen, Freitag ganztags, seit November 2018

 

- A. Wenger, Wochenplatz, Montagnachmittag, seit November 2018

 


Team Dorfschneiderei Mitarbeiter Romina Müller Erika Winkler Romina Spahni Priska Plüss Barbara Widmer Mitarbeiterinnen

Heimarbeit Trachtenzubehör:

- N. Güntert, Handweberin EFZ, Heimarbeit, seit Dezember 2015

- B. Müller, Stickerei, Heimarbeit, seit Juni 2016

- M. Berger, Frivolité, Heimarbeit, seit August 2016

- H. Bühlmann, Schmuck, Heimarbeit, seit Dezember 2016

- M. Wälti, filochieren, Heimarbeit, seit Februar 2017


ehemalige Mitarbeiter:

- K. Tellenbach, Bekleidungsgestalterin EFZ, Aussenatelier, Juni 2015 - September 2016

- St. Wenger, Wochenplatz, November 2015 - Juli 2016

- B. Müller, Aushilfe Schneiderei, März - Mai 2016

- E. Zürcher, filochieren, Heimarbeit, März 2016 - Januar 2017

- I. Rüegsegger, Bekleidungsgestalterin EFZ, April - September 2016

- M. Rufener, Aushilfe Grossauftrag, temporär Mai 2016

- E. Winkler, Aushilfe Grossauftrag, temporär Mai 2016

- N. Heuer, Bekleidungsgestalterin EFZ, temporär November - Dezember 2016

- Ch. Bots, Praktikantin, August 2017 - April 2018

- R. Spahni, Wochenplatz, Juli 2017 - Juli 2018, Flex 9-Praktikantin, August - Dezember 2018

 

 


Verena Arnold veröffentlichte auf der Homepage der Firma Pronto Pro Blog, das Portal für Dienstleister,  folgenden Artikel:

"Nähen leicht gemacht

 

Veröffentlicht am 24 September 2018 von Verena Arnold

 

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Nähen ist wieder einmal voll im Trend und alle von jung bis alt lieben es. Der eine näht sich seine Kleidungsstücke selber, ein anderer näht eventuell Geschenke für Familie und Freunde. Dabei kann das Nähen entweder nur ein Hobby sein oder aber man kann es sich auch zum Beruf machen. Wie kann man aber seine eigene kleine Nähstube führen und was sind Tipps für Anfänger, die das Nähen erst noch erlernen wollen?

 

Romina Müller hat die „Dorfschneiderei“ gegründet, ein Kleinbetrieb, mit dem sie ihr Hobby zum Beruf gemacht hat. Die 24-Jährige ist gelernte Bekleidungsgestalterin mit eidgenössischem Fachausweis und ausserdem noch Trachtenschneiderin und Berufsbildnerin. Mittlerweile läuft ihr Kleinunternehmen so gut, dass sie durch ein kleines, junges Team unterstützt wird.

 

Team Dorfschneiderei Mitarbeiter Romina Müller Erika Winkler Romina Spahni Priska Plüss Barbara Widmer Mitarbeiterinnen
Romina Müller mit ihrem Team der Dorfschneiderei

 

Romina, wann hast du denn deine Leidenschaft für das Nähen entdeckt? Was ist das Besondere an deiner Dorfschneiderei? Kannst du dich noch an dein erstes oder vielleicht liebstes Stück erinnern, dass du genäht hast?

 

Bekleidungsgestalterin war bereits seit der fünften Klasse mein Traumberuf. Ich hatte das Privileg, dass mich meine Mutter schon früh mit Ihrer Nähmaschine experimentieren liess. So nähte ich anfangs Kleider für meine Puppen, für mich und schon bald auch für Verwandte und Bekannte. Meine erste richtige Kundin hatte ich in der achten Klasse, als ich für die Schwester einer Schulfreundin ein Abendkleid nähen durfte. Im neunten Schuljahr hatte ich die Ehre, für unser Abschlussmusical „Mamma Mia“ tolle ABBA-Kostüme zu nähen. Ausserdem habe ich mir mein Konfirmationskleid selbst angefertigt.

 

Innovativ. Vielseitig. Bodenständig. Kreativ. – Das ist unser Slogan und unser Motto. In unserem jungen, flexiblen Team kommen kreative Köpfe zusammen, jeder mit seinen eigenen Ideen und Innovationen. Wir wenden diese Energie täglich in unseren Kundenarbeiten an. Unsere Spezialität ist Vielseitigkeit. Wir bearbeiten von hauchdünnen Seidenstoffen bis hin zu schweren Blachen/Planen alle Variationen von Materialien. Das macht unseren Arbeitsalltag extrem aufregend und interessant. Wir pflegen eine sehr persönliche Beziehung zu unseren Kunden, viele wohnen im Dorf oder in der näheren Umgebung, da ist man oft per DU und sieht einander auch mal in der Freizeit.

 

Mein erstes, wirkliches Kleidungsstück war ein Kleid für mich. Ich habe es bei meiner Grossmutter genäht, als meine Eltern einen Tag weg waren. Es war aus einem apricotfarbenen, baumwollenen Vorhang gefertigt. Verziert habe ich es mit dunkelblauen Guipurespitzen. Damals war ich etwa 10 Jahre alt. Dieses Kleid, das folkloristische Züge aufweist, habe ich immer noch auf dem Estrich.

 

 

 

Du bietest auch Nähkurse in deiner Schneiderei an. Wie läuft so ein Kurs bei dir ab und womit begeisterst du deine Kursteilnehmer am meisten? Was erlernen deine Teilnehmer in deinen Kursen und welche Materialien werden denn bei deinem Nähkurs verwendet?

 

Wir unterscheiden zwischen offenen Nähkursen und Themenkursen bzw. Workshops. In einem offenen Nähkurs, oder einem Nähweekend sind keine Grenzen gesetzt. Von Bekleidung, über Dekorationsartikel, bis hin zu ausgefallenen Accessoires oder Trachten, alles was aus Stoffen und Mercerieartikeln hergestellt werden kann, wird als Projekt in Angriff genommen. Themenkurse bieten wir unter anderem in folgenden Bereichen an: Trachten, Upcycling, Babykleider, Belle Epoque etc. In unseren Kursen sollen die Hobbynäherinnen viele kleine Tipps und Tricks erfahren, die Ihnen das Leben an der Nähmaschine erleichtern. Wir haben schon unzählige „AHA-Erlebnisse“ produziert.

 

 

 

Würdest du sagen, dass viele Leute das Nähen immer noch für altmodisch halten oder liegt das Nähen wieder voll im Trend? Interessieren sich auch junge Menschen für das Nähen? Wie siehst du die Zukunft der Maßschneiderei in der Schweiz?

 

Das Nähen gehört ganz klar in die Kategorie des DIY-Booms. Auf YouTube findet man unzählige Videos, ja ganze Kanäle, die die unterschiedlichsten Nähtechniken erklären. Das Upcycling und Redesign von Kleidern, das kreieren von Taschen und anderen Accessoires liegen ganz klar im Trend. Junge Mütter peppen gerne auch mal die Babygarderobe mit Selbstgenähtem auf. Etwas weniger trendig ist wohl das Flicken von Kleidungsstücken. Und doch haben wir ab und zu Kunden, die der Wegwerfgesellschaft entgegenwirken möchten und, auch wenn’s nicht rentiert, hier und da einen Reissverschluss ersetzen und ein Loch stopfen lassen.

 

Wir werden in der Schweiz mit den Preisen der Konfektion wohl nie mithalten können. Oft kostet ein fertiges Kleidungsstück im Laden weniger, als uns das Material kosten würde. Doch unsere Kunden sind nicht konfektionierte Models, sondern einzigartige Individuen. Wer Wert auf eine perfekte Passform eines Kleidungsstückes legt, ist bei uns genau richtig. Und es wird immer solche Leute geben, gerade in der exakten Schweiz. Ausserdem profitieren wir vom zunehmenden Swissness-Bedürfnis der Schweizer Bevölkerung.

 

 

 

Kannst du uns einige nützliche Tipps für Nähanfänger verraten, die hilfreich sein können, um den Einstieg in das schönste Hobby der Welt zu finden? Welche Nähmaschine würdest du einem Anfänger empfehlen? Kann man auch online das Nähen erlernen?

 

Das Wichtigste überhaupt, ist wohl, dass man keine Angst vor Fehlern haben sollte. Fehler passieren, aber man kann IMMER etwas daraus lernen. Wichtig finde ich auch, immer verschiedene Arbeitstechniken auszuprobieren, so erfährt man auch was einem am besten von der Hand geht.

 

Es gibt keine bestimmte Marke und kein bestimmtes Nähmaschinenmodell, das ich empfehlen kann. Eine gut gewartete Haushaltsnähmaschine reicht am Anfang völlig aus. Mit gut gewartet meine ich, sie sollte einwandfrei funktionieren, denn ansonsten kann einem der Spass daran ganz schnell vergehen.

 

Sicher gibt es online tolle und hilfreiche Tutorials, um eine Technik zu erlernen oder aufzufrischen. Leider kann man dort keine Fragen stellen. Daher empfehle ich natürlich einen Nähkurs bei erfahrenen Fachpersonen. Sehr gerne bei uns in der Dorfschneiderei.

 

 

 

Nähen liegt wieder voll im Trend

 

Auch heutzutage ist das Nähen wieder ein sehr modernes Hobby für jung und alt. Wenn man einmal weiss, wie man mit der Nähmaschine umgehen muss, dann hat man unglaublich viele Möglichkeiten. Man kann seine Kleidungsstücke selber nähen oder gekaufte Kleidungsstücke abändern. Auch verschiedenste Accessoires lassen sich nähen, von Taschen bis hin zu Schleifen. Sollte man das Nähen lernen wollen, dann ist es am besten einfach anzufangen. Nur durch die Übung und das Ausprobieren wird man besser werden."


Kennen Sie Flex 9?

 

Mit der Flexibilisierung des 9. Schuljahres verfolgt die Erziehungsdirektion des Kantons Bern zwei Ziele:

  1. Die Schülerinnen und Schüler können sich in den geforderten Kompetenzen und Schwerpunkten gezielt auf den Einstieg in die Ausbildung auf der Sekundarstufe II vorbereiten.
  2. Die Motivation für das Lernen bleibt für die Schülerinnen und Schüler im 9. Schuljahr hoch, auch nach Abschluss eines Lehrvertrags. (www.erz.be.ch)

Unser Betrieb bietet 9. Klässlern die Gelegenheit ein solches Praktikum zu absolvieren. Wir unterstützen es, wenn sich die angehenden Lernenden bereits einen Einblick in das Handwerk verschaffen können.

 

 

»Nie ist das menschliche Gemüt heiterer gestimmt,

als wenn es seine richtige Arbeit gefunden hat.«

Alexander von Humboldt (*1769 – †1859)