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Verena Arnold veröffentliche auf der Homepage der Firma Pronto Pro Blog, Das Portal für Dienstleister,  folgenden Artikel:

"Nähen leicht gemacht

 

Veröffentlicht am 24 September 2018 von Verena Arnold

 

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Nähen ist wieder einmal voll im Trend und alle von jung bis alt lieben es. Der eine näht sich seine Kleidungsstücke selber, ein anderer näht eventuell Geschenke für Familie und Freunde. Dabei kann das Nähen entweder nur ein Hobby sein oder aber man kann es sich auch zum Beruf machen. Wie kann man aber seine eigene kleine Nähstube führen und was sind Tipps für Anfänger, die das Nähen erst noch erlernen wollen?

 

Romina Müller hat die „Dorfschneiderei“ gegründet, ein Kleinbetrieb, mit dem sie ihr Hobby zum Beruf gemacht hat. Die 24-Jährige ist gelernte Bekleidungsgestalterin mit eidgenössischem Fachausweis und ausserdem noch Trachtenschneiderin und Berufsbildnerin. Mittlerweile läuft ihr Kleinunternehmen so gut, dass sie durch ein kleines, junges Team unterstützt wird.

 

Team Dorfschneiderei Mitarbeiter Romina Müller Erika Winkler Romina Spahni Priska Plüss Barbara Widmer Mitarbeiterinnen
Romina Müller mit ihrem Team der Dorfschneiderei

 

Romina, wann hast du denn deine Leidenschaft für das Nähen entdeckt? Was ist das Besondere an deiner Dorfschneiderei? Kannst du dich noch an dein erstes oder vielleicht liebstes Stück erinnern, dass du genäht hast?

 

Bekleidungsgestalterin war bereits seit der fünften Klasse mein Traumberuf. Ich hatte das Privileg, dass mich meine Mutter schon früh mit Ihrer Nähmaschine experimentieren liess. So nähte ich anfangs Kleider für meine Puppen, für mich und schon bald auch für Verwandte und Bekannte. Meine erste richtige Kundin hatte ich in der achten Klasse, als ich für die Schwester einer Schulfreundin ein Abendkleid nähen durfte. Im neunten Schuljahr hatte ich die Ehre, für unser Abschlussmusical „Mamma Mia“ tolle ABBA-Kostüme zu nähen. Ausserdem habe ich mir mein Konfirmationskleid selbst angefertigt.

 

Innovativ. Vielseitig. Bodenständig. Kreativ. – Das ist unser Slogan und unser Motto. In unserem jungen, flexiblen Team kommen kreative Köpfe zusammen, jeder mit seinen eigenen Ideen und Innovationen. Wir wenden diese Energie täglich in unseren Kundenarbeiten an. Unsere Spezialität ist Vielseitigkeit. Wir bearbeiten von hauchdünnen Seidenstoffen bis hin zu schweren Blachen/Planen alle Variationen von Materialien. Das macht unseren Arbeitsalltag extrem aufregend und interessant. Wir pflegen eine sehr persönliche Beziehung zu unseren Kunden, viele wohnen im Dorf oder in der näheren Umgebung, da ist man oft per DU und sieht einander auch mal in der Freizeit.

 

Mein erstes, wirkliches Kleidungsstück war ein Kleid für mich. Ich habe es bei meiner Grossmutter genäht, als meine Eltern einen Tag weg waren. Es war aus einem apricotfarbenen, baumwollenen Vorhang gefertigt. Verziert habe ich es mit dunkelblauen Guipurespitzen. Damals war ich etwa 10 Jahre alt. Dieses Kleid, das folkloristische Züge aufweist, habe ich immer noch auf dem Estrich.

 

 

 

Du bietest auch Nähkurse in deiner Schneiderei an. Wie läuft so ein Kurs bei dir ab und womit begeisterst du deine Kursteilnehmer am meisten? Was erlernen deine Teilnehmer in deinen Kursen und welche Materialien werden denn bei deinem Nähkurs verwendet?

 

Wir unterscheiden zwischen offenen Nähkursen und Themenkursen bzw. Workshops. In einem offenen Nähkurs, oder einem Nähweekend sind keine Grenzen gesetzt. Von Bekleidung, über Dekorationsartikel, bis hin zu ausgefallenen Accessoires oder Trachten, alles was aus Stoffen und Mercerieartikeln hergestellt werden kann, wird als Projekt in Angriff genommen. Themenkurse bieten wir unter anderem in folgenden Bereichen an: Trachten, Upcycling, Babykleider, Belle Epoque etc. In unseren Kursen sollen die Hobbynäherinnen viele kleine Tipps und Tricks erfahren, die Ihnen das Leben an der Nähmaschine erleichtern. Wir haben schon unzählige „AHA-Erlebnisse“ produziert.

 

 

 

Würdest du sagen, dass viele Leute das Nähen immer noch für altmodisch halten oder liegt das Nähen wieder voll im Trend? Interessieren sich auch junge Menschen für das Nähen? Wie siehst du die Zukunft der Maßschneiderei in der Schweiz?

 

Das Nähen gehört ganz klar in die Kategorie des DIY-Booms. Auf YouTube findet man unzählige Videos, ja ganze Kanäle, die die unterschiedlichsten Nähtechniken erklären. Das Upcycling und Redesign von Kleidern, das kreieren von Taschen und anderen Accessoires liegen ganz klar im Trend. Junge Mütter peppen gerne auch mal die Babygarderobe mit Selbstgenähtem auf. Etwas weniger trendig ist wohl das Flicken von Kleidungsstücken. Und doch haben wir ab und zu Kunden, die der Wegwerfgesellschaft entgegenwirken möchten und, auch wenn’s nicht rentiert, hier und da einen Reissverschluss ersetzen und ein Loch stopfen lassen.

 

Wir werden in der Schweiz mit den Preisen der Konfektion wohl nie mithalten können. Oft kostet ein fertiges Kleidungsstück im Laden weniger, als uns das Material kosten würde. Doch unsere Kunden sind nicht konfektionierte Models, sondern einzigartige Individuen. Wer Wert auf eine perfekte Passform eines Kleidungsstückes legt, ist bei uns genau richtig. Und es wird immer solche Leute geben, gerade in der exakten Schweiz. Ausserdem profitieren wir vom zunehmenden Swissness-Bedürfnis der Schweizer Bevölkerung.

 

 

 

Kannst du uns einige nützliche Tipps für Nähanfänger verraten, die hilfreich sein können, um den Einstieg in das schönste Hobby der Welt zu finden? Welche Nähmaschine würdest du einem Anfänger empfehlen? Kann man auch online das Nähen erlernen?

 

Das Wichtigste überhaupt, ist wohl, dass man keine Angst vor Fehlern haben sollte. Fehler passieren, aber man kann IMMER etwas daraus lernen. Wichtig finde ich auch, immer verschiedene Arbeitstechniken auszuprobieren, so erfährt man auch was einem am besten von der Hand geht.

 

Es gibt keine bestimmte Marke und kein bestimmtes Nähmaschinenmodell, das ich empfehlen kann. Eine gut gewartete Haushaltsnähmaschine reicht am Anfang völlig aus. Mit gut gewartet meine ich, sie sollte einwandfrei funktionieren, denn ansonsten kann einem der Spass daran ganz schnell vergehen.

 

Sicher gibt es online tolle und hilfreiche Tutorials, um eine Technik zu erlernen oder aufzufrischen. Leider kann man dort keine Fragen stellen. Daher empfehle ich natürlich einen Nähkurs bei erfahrenen Fachpersonen. Sehr gerne bei uns in der Dorfschneiderei.

 

 

 

Nähen liegt wieder voll im Trend

 

Auch heutzutage ist das Nähen wieder ein sehr modernes Hobby für jung und alt. Wenn man einmal weiss, wie man mit der Nähmaschine umgehen muss, dann hat man unglaublich viele Möglichkeiten. Man kann seine Kleidungsstücke selber nähen oder gekaufte Kleidungsstücke abändern. Auch verschiedenste Accessoires lassen sich nähen, von Taschen bis hin zu Schleifen. Sollte man das Nähen lernen wollen, dann ist es am besten einfach anzufangen. Nur durch die Übung und das Ausprobieren wird man besser werden."


Nähkursprogramm Saison 2018/19

Download
Hier für Sie zum Download bereit:
Das Nähkursprogramm Saison 2018/19!

Liebe Näh-Begeisterte

Wir freuen uns, Ihnen unser aktuelles Kursprogramm präsentieren zu dürfen.

In diesem Jahr haben wir das Gewicht auf die offenen Nähkurse gelegt. So kann jede/-r Teilnehmer/-in sich seinen eigenen Schwerpunkt setzen.

Hier einige Projekte, die sich für einen offenen Nähkurs besonders eignen:

- Berner Trachten, bzw. Bestandteile davon
- Belle Epoque-Kostüme (http://www.kandersteg.ch/de/s/belle-epoque)
- Konfirmationskleid
- Baby- und Kinderkleider
- ganz normale Alltagskleidung :-)

Besuchen Sie unbedingt unseren neuem Informationsabend! Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Wir treffen uns am Dienstag 9. Oktober 2018, um 19.00 Uhr in der Dorfschneiderei. Weitere Angaben zum Informationsabend finden Sie im Kursprogramm auf Seite 4.

Nun wünschen wir Ihnen viel Spass beim Zusammenstellen ihrer eigenen Nähkurssaison.
Kursprogramm 18_19.pdf
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Einfach allerliebst...

 

Babymutzli in den Grössen 74 und 80 aus angenehm weichem Plüsch. Perfekt als bodenständiges Taufkleid...

 

Können gemietet werden, Preis auf Anfrage.